• Aktuelle Hinweise

Bildungsangebote für Familien

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Kinderrechte ins Grundgesetz: Aktion am 22.05.2019

2019 wird die Kinderrechtskonvention 30 Jahre alt. Vor diesem Hintergrund findet in Deutschland ein wichtiger politischer Prozess statt: die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz. Die Regierungskoalition aus CDU und SPD hat in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen, die Grundrechte von Kindern ins Grundgesetz in dieser Legislaturperiode aufzunehmen. Vertretende aus allen demokratischen Parteien unterstützen dieses Anliegen. Es ist Zeit, diese historische Chance laut und deutlich mit Aktivitäten aus der Zivilgesellschaft zu begleiten! Es ist Zeit, der Politik die Wichtigkeit zuzurufen und auch allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen bekannt zu machen!

Der PEV unterstützt als aktives Mitglied des Zukunftsforum Familie e.V. (ZFF) dazu die Online-Aktion der Initiative „Kinderrechte ins Grundgesetz“ am 22. Mai! Worum es geht und was zu tun ist, findet sich hier beschrieben.

Aktionsbündnis „mehr-grosse-fuer-die-kleinen“

Der PEV unterstützt das Bündnis und deren Demonstrationsaufruf bezüglich besserer Arbeitsbedingungen für pädagogische Fachkräfte in KiTas (Anlass: Novellierung des Kinderbildungsgesetzes in Nordrhein-Westfalen). Mehr Informationen zur Demonstration am 23.05.2019 in Düsseldorf und zu den Forderungen des Aktionsbündnisses finden sich hier.

KINDER – ARMUT – BILDUNG

Die Probleme verschärfen sich – grundlegende Taten bleiben aus. Kindergrundsicherung und Umdenken sind die Perspektiven.

PEV, AWO, DGB und das Herner Sozialforum brachten am 21.03.2019 hochkarätige Experten aufs Podium. In den Analysen und Forderungen waren sich Prof. Dr. Peter Strohmeier (ZEFIR Bochum), Heinz Hilgers (Deutscher Kinderschutzbund) und Alexander Nöhring (Zukunftsforum Familie) weitgehend einig.

Trotz wirtschaftlicher Hochkonjunktur und Tiefstand der offiziellen Arbeitslosenzahlen wächst Familien- und Kinderarmut an – zunehmend auch trotz bestehender Erwerbstätigkeit. Die Vererbung von Armutslagen wird immer wieder aufs Neue von Statistiken und Studien bestätigt, doch die grundlegenden Reaktionen der Gesellschaft bleiben aus. Kinderarmut hat dabei ein eigenes Gesicht mit materiellen. kulturellen, sozialen und ökologischen Ausprägungen. Insbesondere ist der Mangel an Bildung einschneidender als die bloße Zugehörigkeit zu den Problemgruppen Migranten, Kinderreiche oder Alleinerziehende. Die Bildungsselektion beginnt dabei heute schon vor Schul-, meist schon vor Kitaeintritt. Das Starke Familien-Gesetz der Bundesregierung geht jetzt kleine Schritte in die richtige Richtung. Die Familienförderung wieder auf die Füße zu stellen, kann aber erst mit einer KINDERGRUNDSICHERUNG für alle Kinder gelingen. Aber Kinderarmut ist weit mehr als „zu wenig Geld“. Es geht auch um Infrastruktur, Menschenbild und eine generelle Haltung der Wertschätzung und Solidarität in unserer Gesellschaft insgesamt. Viele Initiativen z.B. in der Familienbildung stärken Familien in der Abwehr von Armutsfolgen, aber mit Pädagogik allein kann Armut nicht bekämpft werden. Der Bund ist in der Familien-, Sozial-, Arbeits- und Steuerpolitik gefragt.

Die Stadt Herne versucht sich – so Bürgermeister Leichner – aktuell mit neuen hoffnungsvollen Wegen in der Armutsbekämpfung. Die Veranstalter werden mit eigenen Aktionen aber auch als Lobby für Kinder und Familien am Ball bleiben.

Schüler*innenproteste FfF (Fridays for Future)

Der Progressive Eltern- und Erzieherverband begrüßt das gesellschaftspolitische Engagement junger Menschen, die sich insbesondere (aber nicht ausschließlich) mit ökologischen Gegenwarts- und Zukunftsfragen beschäftigen und dies auch offensiv als einen Teil bzw. eine Erweiterung der Bildungsprozesse in ihrer Entwicklungsphase (schulpflichtiges Alter) begreifen. Der PEV bemängelt, dass Reaktionen auf die FfF-Manifestationen (z.B. seitens des Ministerpräsidenten oder des MSB) weniger auf die fachinhaltlichen und politischen Komponenten dieser „Bewegung“ eingehen, sondern vielmehr formal eine Verunglimpfung wegen Missachtung der Schulpflicht betreiben.

Dabei werden sowohl Schüler*innen, aber verstärkt auch Eltern und Lehrer*innen, mit demonstrativen Hinweisen auf Repressionsmassnahmen nach dem Schulgesetz und schulischen Konsequenzen hinsichtlich einer Beteiligung und/oder Unterstützung dieser Aktionen ver(un)sichert. Der PEV sieht das Engagement der Schüler*innen als einen Ausdruck z.B. von schulfachübergreifender inhaltlicher Beschäftigung, Wertebildung, Selbstlernverhalten mit hohen Praxisbezügen als einen wichtigen Teil von Allgemeinbildung auch im Sinne des schulischen Bildungsauftrags. Über die schulrechtlich gesicherte Option von sporadischen Beteiligungen als Exkursion im Klassenverband, sollte daher auch die freiwillig individuelle Teilnahme von Schüler*innen eine kreative Duldung durch das System Schule/Bildung erfahren, da hier in der Regel offensichtlich kein kritikwürdiger Entzug von Bildung festzustellen ist. Demgegenüber sollte Schule das Motivationspotential der Schüler*innen (aller Schüler*innen) aufgreifen und sich umgehend über eine Integration dieser Themen in fachlich angemessener, aber eben nicht zweckfunktionaler Form in ihren Fächerkanon machen.

Fachtagung „Familienklasse und FiSch in Bochum“

Der PEV organisierte in Zusammenarbeit mit dem Regionalen Bildungsbüro (Schulamt) der Stadt Bochum am 29. März 2019 (9:00-15:30 Uhr) einen Fachtag für alle Akteur*innen von „FiSch“ und „Familienklasse“ an Bochumer Schulen. Die Tagung fand im Haus der Begegnung (Alsenstrasse 19, 44789 Bochum) statt und war für allen Teilnehmer*innen kostenlos. Als Referent*innen konnten Thomas Pletsch (FiSch: Familie in Schule) und Petra Kiehl (Familienklasse) gewonnen werden.

Bericht über die Integrationswerkstätten der PEV-Familienbildungsstätte

In der „Paderborn am Sonntag“ vom 03.12.2018 wurde unser Konzept der Integrationswerkstätten für Mütter mit Migrations- oder Fluchterfahrungen und deren Kinder vorgestellt. Der informative Artikel ist hier nachzulesen.

PEV – Progressiver Eltern- und Erzieherverband NW e. V.