• Aktuelle Hinweise

Bildungsangebote für Familien

Telefon: 0209 – 20 45 58  oder  0209 – 20 27 79

Mail: info@pevnw.de

HYGIENESCHUTZKONZEPT DES PEV (aus aktuellem Anlass)

Familienbildung ist ein Teil zivilgesellschaftlichen Handelns. Der allgemeine zwischenmenschliche Umgang erfordert auch hier von jeder*m ein aktives und verantwortliches Handeln für sich selbst, für Schutzbefohlene, für Gruppenmitglieder und auch andere, unbeteiligte Personen. Abhängig von bestimmten Gefährdungspotentialen werden aus Gründen der Fürsorge und zur Aufrechterhaltung notwendiger Rahmenbedingungen für die Bildungspraxis von Einrichtungsbetreibern und vom PEV als Veranstalter Hausordnungen und weitergehende Verhaltensvorgaben formuliert, die während des Aufenthaltes und der Teilnahme an unseren Veranstaltungen Gültigkeit für alle haben. Dies kann sich auf Nutzungsregulierungen von Flächen und Einrichtungsteilen, auf das Verzehrverbot mitgebrachter Lebensmittel und Getränke, auf Brandschutzvorgaben, auf Lärm und Sauberkeit, das Abstellen von PKWs, auf Pünktlichkeit und Teilnahmepflicht oder auf einen freundlichen Umgangston und die Streitkultur untereinander beziehen.

Die Freiwilligkeit der Teilnahme an unseren Bildungsveranstaltungen ist ein hohes Gut. Sie beinhaltet aber auch die Partizipation und Akzeptanz sinnvoller und notwendiger Verhaltensregeln im fairen und verantwortungsbewussten Umgang miteinander. Diese Freiwilligkeit beinhaltet weiterhin – wie im Leben überhaupt – die Akzeptanz der Tatsache, dass Regelverstöße und Unfälle passieren können und jede*r Beteiligte hierfür ein gewisses Alltagsrisiko und eine Eigenverantwortung zum Schutz für sich und andere trägt.

CORONA-VORGABEN: Wenn wir jetzt im zeitlichen Rahmen von Lockerungen staatlicher Vorgaben zum Umgang mit der weiter bestehenden SARS-COV-2-Pandemie wieder Veranstaltungen der Familienbildung durchführen, müssen und wollen wir zum Schutz aller Beteiligten zeitbegrenzt Vorkehrungen treffen und Regelungen umsetzen, die vorübergehend auch zu ungewohnten und manchmal befremdlichen persönlichen Einschränkungen führen können. Dies ist uns in der Praxis nur partnerschaflich mit Ihnen gemeinsam möglich.

Unser hier aufrufbares Hygieneschutzkonzept für Familienbildungsaktivitäten wird daher in seiner jeweils gültigen Fassung zum festen Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen erklärt und mit der Anmeldung zu bzw. der Teilnahme an unseren Veranstaltungen für alle Beteiligten akzeptiert. Es verpflichtet jede*n zur aktiven Umsetzung. Bei Fragen wenden Sie sich an unsere Mitarbeiter*innen.

STELLT EUCH EINMAL VOR, IHR HÄTTET DREI WÜNSCHE FREI …

WIR LADEN ALLE ELTERN ZU HUNDERT WÜNSCHEN EIN!

Gerade in Zeiten wie der aktuellen Corona-Krise kommen schnell Gedanken um das Elternsein und unsere Beziehung zu den lieben Kleinen auf. Die Sorge um die Kinder und das Bemühen um ein gutes und glückliches Leben brechen für uns Eltern ja nie ab.

Wie möchten euch heute einladen darüber nachzudenken, welche „Dinge“ Ihr eurem*n Kind*ern in den vielen Jahren ihres Heranwachsens als gute Erlebnisse und Erfahrungen wünscht und ermöglichen möchtet >> zur Datei

Merkblatt für Männer unter Druck

Familien und Corona – der Druck wächst mit jedem Tag für alle – gerade auch für viele Väter, die diese Situation nicht gewohnt sind. Kennen Sie das selbst oder im Bekanntenkreis? Gewalt ist keine Lösung.
Nehmen Sie das Heft frühzeitig in die Hand und werden Sie aktiv gegen Hilflosigkeit und Stress.
Dieses Merkblatt kann Sie dabei unterstützen. Es gibt es in mehreren Sprachen – auch zum Weitergeben.
https://www.maenner.ch/coronakrise-merkblatt/

Appell von AWO und ZFF (unter Mitwirkung des PEV):

„Familienunterstützende Infrastruktur sichern – jetzt und in Zukunft!“

Die Corona-Krisensituation zeigt deutlich: Familien sind eine der Schlüsselgruppen unserer Gesellschaft. Sie haben ein Recht auf individuelle Ausgestaltung ihres Lebens und dabei auf eine Grundversorgung mit gesellschaftlicher Unterstützung. Familien – Eltern wie Kinder – sind gleichzeitig von der Corona-Pandemie und ihren Auswirkungen auf ihr gesamtes Leben heute und für die Zukunft besonders betroffen.

Dabei gibt es viele Facetten zu beachten wie bspw. die Einschränkung der erwerbsbezogenen Leistungsfähigkeit bei fortbestehenden familiären Unterhaltsbedarfen, der Wegfall der Angebote der Bildungs- und Förderinstitutionen Schule und Kita, den Verweis auf die – nicht in allen Familien gegebenen – Möglichkeiten digitaler Kommunikation und Freizeitgestaltung, die sozialen und menschlichen Herausforderungen des verdichteten Zusammenlebens in zum Teil engen Räumen, die Belastungen durch Home-Schooling in Verbindung mit Home-Office oder Tätigkeiten in gesellschaftlich relevanten Berufen, die teils existenzbedrohlichen finanziellen Einschränkungen, die Auflösung von kurz- und mittelfristigen Perspektiven wie Elternzeit, Urlaub oder Prüfungen/ Beförderungen, die emotionalen Belastungen durch Kontaktverbote zu Freund*innen und Verwandten, die Gefahr von familiären Konflikten sowie häuslicher „Gewalt jeder Art“ sowie die Sorge um die eigene Gesundheit, um Pflegebedürftige und um bedrohte oder schwer Erkrankte. All dies fordert das Denken, Fühlen und Handeln aller Familienmitglieder heraus!

Familienbildung hat sich kurzfristig auch unter den pandemiebedingten Beschränkungen auf den Weg gemacht, den Kontakt zu Familien in ihren sozialen Einzugsgebieten nicht zu verlieren und für sie im Rahmen der Möglichkeiten – oft auch digital unterstützt – mit Informationen, Kontaktmöglichkeiten und Angeboten weiterhin Unterstützung zu organisieren. Und auch in Zukunft sehen wir für alle Familienmitglieder und Familien über lange Zeit Notwendigkeiten und Bedarfe, die aktuellen Erlebnisse aufzuarbeiten, auszutauschen, zu verarbeiten und wieder Perspektiven zu entwickeln.

Positionen und Perspektiven zu verschriftlichen ist immer auch ein Prozess der Kritik und Vergewisserung von Werten und Wertigkeiten, Ressourcen und Erwartungen, der Kraft gibt und das Handeln stärkt. Wir wollen und können starke Partner für Familien sein. In diesem Sinne möchten wir Ihnen den Appell als Hintergrund für unsere Sichtweise und auch für anstehende Gespräche zur verstärkten Unterstützung von Familien – u.a. durch die Familienbildung – zur Verfügung stellen.

Änderungen bei Elternzeit und Elterngeld

Eigentlich sollte die Elternzeit gute Rahmenbedingungen und Zeit für Eltern und Kinder bringen – aber unter Corona Bedingungen passt jetzt plötzlich alles nicht mehr zusammen – eine Gesetzesänderung verspricht Kurzarbeitenden, Freigestellten und Eltern in Schlüsselberufen Unterstützung

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/anpassungen-beim-elterngeld–giffey-einigt-sich-mit-koalitionsfraktionen-auf-kurzfristige-gesetzliche-aenderungen/154562

Hilfen für Familien:

Notfall-KiZ während Corona Zeiten

Mit dem Kinderzuschlag (KiZ) steht Familien mit kleinem Einkommen eine Unterstützung in Höhe von maximal 185 Euro pro Monat und Kind zu, zusätzlich zum Kindergeld. Infos unter:
https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/familienleistungen/kinderzuschlag/notfall-kiz
https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-kinder/notfall-kiz

Mit den Kindern zuhause – Gelegenheit und Herausforderung

Die eigenen Schutzmaßnahmen gegen eine Corona Infektion sind auch ein Beitrag dazu, die Verbreitungskurve der Pandemie abzuflachen und die Bewältigung durch Verlangsamung zu unterstützen. Dazu dienen auch die Schließungen von KiTas, Schulen und der Familienbildungsstätten.

Die jetzt notwendigen kreativen Lösungen für eine familiäre Betreuung der Kinder ist aber nicht allein eine organisatorische Kraftleistung. Sie erzeugt auch vermehrte Situationen von Nähe und sich miteinander beschäftigen unter belastenden Rahmenbedingungen.

Wir haben Ihnen/ Dir ein paar links angehängt, mit deren Hilfe Du/ Sie sich als Eltern mal dieser komplexe Situation aus verschiedenen Sichtweisen annähern können. Was ist passiert? Wen bewegt jetzt was? Was tun wir miteinander? Wie soll ich meine Kinder jetzt beschäftigen, fördern und bei den schulischen Aufgaben unterstützen? Ein Blick auf all diese Dinge, eine Vergewisserung und Sicherheit in den Grundzügen Ihres/ Deines persönlichen Erziehungskonzeptes, etwas Gelassenheit, viel miteinander reden und sich zuhören hilft, dass aus der Herausforderung auch eine positive Gelegenheit werden kann.

Wir stehen Ihnen/ Dir dabei auch telefonisch für kurze Gespräche zur Verfügung.

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/C/Coronavirus/Handreichung_COVID-19_Tipps_fuer_Eltern.pdf  

https://www.hr3.de/themen/trotz-corona-so-kann-ein-tagesablauf-fuer-kinder-aussehen,tagesablauf-kinder-corona-100.html  

https://www.kika.de/erwachsene/aktuelles/gemeinsam-zuhause-118.html#  

https://regenbogen-ffo.froebel.info/aktuelles/aktuellessingle/artikel/mit-kindern-ueber-den-coronavirus-sprechen/  

https://www.regenbogen.de/nachrichten/magazin/20200313/wie-erklaere-ich-meinem-kind-das-corona-virus

https://familienbildung-in-nrw.de/familienbildung/news/aktuelles/tipps-fuer-familien-zuhause-in-zeiten-von-corona

http://schulpsychologie.nrw.de/schule-und-corona/eltern/index.html

Und wenn die Konflikte zu groß werden …

Der Stress der belastenden Familiensituation kann leider auch zu Konflikten sowie sogar zu seelischer und körperlicher Gewalt zwischen Familienmitgliedern führen. Das soll, darf und muss nicht sein – suchen Sie sich / sucht euch deshalb frühzeitig Hilfe und Unterstützung.

Hier finden Sie/ findet ihr Gesprächspartner*innen für Notsituationen:

  • für Kinder: 0800/1516001 (Telefon – kostenfrei wochentags von13:30 bis 17:30 Uhr)
  • für Kinder und Jugendliche: 0800-47 86 111 (Telefon – kostenfrei rund um die Uhr)
  • für Frauen/Mütter: 0800/0116016 (Telefon – rund um die Uhr)
  • für Männer/Väter: https://echte-männer-reden.de/ oder Männerberatungsnetz (Online)
  • Hilfetelefon Gewalt an Männern: 0800/ 23 9900 (Telefon)
  • für Eltern/Erziehungsberechtigte allgemein: 0800/1110550 (Telefon – kostenfrei montags bis freitags von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr und dienstags und donnerstags von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr)            oder https://www.elternsein.info/ (Online-Übersicht)
  • für Schwangere: 0800/4040020 (Telefon)

Schüler*innenproteste FfF (Fridays for Future)

Der Progressive Eltern- und Erzieherverband begrüßt das gesellschaftspolitische Engagement junger Menschen, die sich insbesondere (aber nicht ausschließlich) mit ökologischen Gegenwarts- und Zukunftsfragen beschäftigen und dies auch offensiv als einen Teil bzw. eine Erweiterung der Bildungsprozesse in ihrer Entwicklungsphase (schulpflichtiges Alter) begreifen. Der PEV bemängelt, dass Reaktionen auf die FfF-Manifestationen (z.B. seitens des Ministerpräsidenten oder des MSB) weniger auf die fachinhaltlichen und politischen Komponenten dieser „Bewegung“ eingehen, sondern vielmehr formal eine Verunglimpfung wegen Missachtung der Schulpflicht betreiben.

Dabei werden sowohl Schüler*innen, aber verstärkt auch Eltern und Lehrer*innen, mit demonstrativen Hinweisen auf Repressionsmassnahmen nach dem Schulgesetz und schulischen Konsequenzen hinsichtlich einer Beteiligung und/oder Unterstützung dieser Aktionen ver(un)sichert. Der PEV sieht das Engagement der Schüler*innen als einen Ausdruck z.B. von schulfachübergreifender inhaltlicher Beschäftigung, Wertebildung, Selbstlernverhalten mit hohen Praxisbezügen als einen wichtigen Teil von Allgemeinbildung auch im Sinne des schulischen Bildungsauftrags. Über die schulrechtlich gesicherte Option von sporadischen Beteiligungen als Exkursion im Klassenverband, sollte daher auch die freiwillig individuelle Teilnahme von Schüler*innen eine kreative Duldung durch das System Schule/Bildung erfahren, da hier in der Regel offensichtlich kein kritikwürdiger Entzug von Bildung festzustellen ist. Demgegenüber sollte Schule das Motivationspotential der Schüler*innen (aller Schüler*innen) aufgreifen und sich umgehend über eine Integration dieser Themen in fachlich angemessener, aber eben nicht zweckfunktionaler Form in ihren Fächerkanon machen.

PEV – Progressiver Eltern- und Erzieherverband NW e. V.